Beispiel: DAkkS-Kalibrierung Methode 1


Diese Darlegung veranschaulicht die Auswertungen der vollständigen Kalibrierung mit Durchmesserbestimmung und Formmessung der Rundheit, Geradheit und Parallelität.Die hier abgebildeten Teilergebnisse sind im Kalibrierschein mit Definitionen, Methodenbeschreibungen und Rückführbarkeiten ausgewiesen.

Die Methode ist als Calibration Guide unter EURAMET cg-6 Version 2.0 (complete calibration) publiziert und entspricht DAkkS-DKD-R 4-3 Blatt 4.1.

Durchmesserbestimmung

Antastung Durchmesserkalibrierung

Antastung Durchmesserkalibrierung

Die Durchmesserbestimmung erfolgt in mittlerer Höhe an 5 Messpunkten, die um je 1mm bzw. 10° versetzt sind (Würfel-Fünf).
Zusätzlich zur vorgesehenen Durchmesserbestimmung in der Achse A-B wird der Durchmesser ebenfalls in der Achse C-D mit 5 Messpunkten kalibriert. Dies erlaubt Ihnen, auch diesen Durchmesser der Maßverkörperung mit einer hohen Genauigkeit nutzen zu können.

DAkkS-Durchmesser
Die Messreihe wird komplett ausgegeben. Die Ermittlung des Durchmessers bezogen auf die Antastkraft von 0 N wird mittels linearer Regression berechnet.

Rundheitsbestimmung

Antastung Rundheitskalibrierung

Antastung Rundheitskalibrierung

Die Bestimmung der Rundheit erfolgt mittels Messungen der Form auf 3 Ebenen (unten, Mitte, oben). Die Positionen der Ebenen sind über die Höhenachse Z beschrieben.

DAkkS-Rundheit
In der hier nicht dargestellten Ergebnistabelle ist die errechnete Rundheit für jede Ebene ausgewiesen.
Die grafische Darstellung ermöglicht ein Verständnis der Form des Objekts und der Durchmesserabweichungen bezogen auf die Objektausrichtung.

Geradheit und Parallelität

Antastung Geradheitskalibrierung

Antastung Geradheitskalibrierung

Die Formmessung der Geradheit und Parallelität erfolgt auf den Mantellinien unter 0°, 90°, 180° und 270°.

DAkkS-Geradheit und Parallelitaet
Im ausgewiesenen Auswertungsbereich ist die Parallelität der Ebene
0°-180° und 90°-270° grafisch und als Wertangabe dargelegt. In der Ergebnistabelle ist der Geradheit der Mantellinien ausgewiesen.

Anwendung

Diese Methode 1 wird als Mindestkalibrierumfang bei Einsatz als Bezugsnormal höchster Genauigkeit für die Maßübertragung, Zylinderform-Normale und für die Erstkalibrierung von Passungslehren angesehen.

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